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Materialkunde und Farben:

Messing

Messing ist eine unmagnetische Legierung aus Kupfer und Zink.

Je nach Mischungsverhältnis variiert die Farbe von goldorange (bei hohem Kupferanteil) bis hellgelb. Messing ist etwas härter als reines Kupfer, jedoch nicht so hart wie Bronze, eine Kupfer-Zinn-Legierung. Die Messingschmelze ist dünnflüssig und nimmt im Gegensatz zu reiner Kupferschmelze wenig Gase auf, lässt sich daher blasenfrei gießen. Auffallend ist die Farbähnlichkeit zu Gold. In der Praxis enthält Messing mindestens 50 Prozent Kupfer, da es unterhalb dieser Grenze spröde wird und daher schlecht zu verarbeiten ist.

Messing ist im Gegensatz zu Aluminiumlegierungen nicht aushärtbar, es ist daher bei täglichem Gebrauch abnutzbar (bei Beschlägen z. B. durch Ringe an den Fingern, etc.). Festigkeit kann nur durch geeignete Legierungswahl erreicht werden, z. B. PVD, Ultra-Messing, HPS (Name je nach Hersteller).

Oft wird verschwiegen, dass der Werkstoff Messing im täglichen Gebrauch zur Korrosion neigt. Dagegen gibt es nur ein Rezept: Putzen. Wer nicht putzen will, hat die Wahl zwischen dem Einsatz von lackierten oder gewachsten Oberflächen.

Gewachste Messingteile polieren sich beim täglichen Gebrauch. Die nicht berührten Teile werden sehr schnell eine braune bis graugrüne Patina annehmen. Viele Käufer sehen in dieser Oberflächenveredelung einen besonderen Reiz (siehe antike Produkte).

Lackierte Messingbeschläge verlieren ihre glänzende Oberfläche, sobald der Lack beschädigt ist. Dann setzt die interkristalline Korrosion ein. Eine Aufarbeitung korrodierter Beschläge ist oftmals nicht möglich.

Chrom

Chrom ist ein stahlgraues, korrosions- und anlaufbeständiges hartes Metall. Im Urzustand zäh, form- u. schmiedbar.

Chrom und Chromverbindungen werden für die verschiedenstartigen Anwendungen eingesetzt, u. a. für:

- Hartverchromung -Galvanisches Aufbringen einer etwa 500 µm Verschleiß- und Korrosionsschutzschicht direkt auf Stahl.

- Dekorverchromung -Galvanisches Aufbringen einer < 1 µm dicken Cr-Schicht als Dekor mit einer korrosionsschützenden Zwischenschicht aus Nickel oder Nickel-Kupfer

Legierungselement in korrosions- und hitzebeständigen Edelstählen und NE-Legierungen als Katalysator

Nickel

Nickel ist ein silbrig-weißes Metall, hart und schmiedbar. Wegen seiner Oxidationsbeständigkeit wird Nickel in Münzen und als Überzug für andere Metalle und Legierungen wie Eisen und Messing verwendet, außerdem in chemischen Apparaten und in einigen Legierungen wie Neusilber. Nickel ist magnetisch.

Etwa 65 % des Nickels wird zur Herstellung von Edelstahl verwendet. Weitere 12 % werden für Superlegierungen (im Motoren-, Turbinen- und Triebwerksbau, in der Energietechnik sowie in Luft- und Raumfahrt verwendeten Legierungen) verbraucht. Die restlichen 23 % verteilen sich auf legierte Stähle (z. B. die galvanische Vernickelung, also die Beschichtung von Messing und Stahl mit Nickel.

Edelstahl rostfrei

Im Jahre 1912 erhielt die Firma Krupp in Essen erste Patente für den neuen Werkstoff, der in der Vorkriegszeit unter dem Namen Nirosta und V2a-Stahl bekannt wurde. Der Gattungsbegriff Edelstahl rostfrei steht für mehr als 100 verschiedene rost- und säurebeständige Stähle. Er eignet sich hervorragend für Tür- und Fensterbeschläge, weil seine Oberfläche äußerst korrosionsbeständig ist, auch im härtesten Einsatz kaum Kratz- bzw. Stoßspuren aufweist. Vor allem durch seine Zusatzlegierungen Chrom und Nickel ist Edelstahl rostfrei sehr pflegeleicht. Auf der Oberfläche bildet sich eine unsichtbare Passivschicht, der man sogar eine bakterientötende Wirkung zuschreibt.

Im Prinzip bedürfen Baubeschläge aus Edelstahl rostfrei keiner besonderen Pflege. Schmutz kann mit einem feuchten Tuch entfernt werden. Sollten sich nach einiger Zeit Rostspuren an Außenbeschlägen zeigen, handelt es sich um sogenannten Flugrost, der nicht aus dem Material selbst kommt, sondern von außen an den Beschlag herangetragen wird. Er läßt sich durch kräftiges Reiben entfernen.

Edelstahl matt gebürstet ist besonders unempfindlich. Die Ausführung Edelstahl poliert ist eine umweltfreundliche Alternative zu verchromten Oberflächen. Die Ausführungen Edelstahl poliert und PVD/Messing-finished werden von wenigen Herstellern (z. B. FSB) meist auftragsbezogen gefertigt. FSB bietet aber auch einige Beschläge mit der Messing-PVD-Beschichtung im Programm an.

Synonyme für rostfreien Stahl sind Edelstahl rostfrei, STAINLESS, INOX sowie Markennamen wie, V2A, V4A (wie V2A, jedoch zusätzlich mit 2% Molybdän legiert, was diesen Stahl widerstandfähiger gegen Korrosion in chloridhaltigen Medien macht (Salzwasser, Schwimmbäder, chem. Industrie etc.)), Nirosta (Krupp), Remanit (Thyssen) oder Cromargan (WMF)

PVD/Protec Finishing/ Robusta

Bei dem PVD-Verfahren (Physical Vapor Deposition) wird in einer Vakuumkammer eine (Hartstoff-) Beschichtung aufgedampft. Mittels eines sehr energiereichen Lichtbogens wird ein Metalltarget partiell verdampft. Dieser erzeugte Metalldampf reagiert nun mit einem in die Dampfkammer eingelassenen Gas auf der Werkstücksoberfläche zu der gewünschten Hartstoffschicht. Eine neuartige, molekulare Gitterstruktur entsteht, die sich durch extreme Haltbarkeit auszeichnet. Sie ist ca. doppelt so hart wie Chrom und über 2000 Stunden salzsprühebelbeständig, d. h. auch direkt an der Küste einsetzbar. Dank PVD erhalten Sie hochveredelte Produkte, die sich im Alltagsgebrauch auch gegen widrigste Bedingungen durchsetzen. PVD zeichnet sich aus durch

überdurchschnittliche Abriebfestigkeit
hohe Kratzbelastbarkeit
extreme Korrosionsbeständigkeit
Resistenz gegen Farbveränderungen
Widerstandsfähigkeit gegen aggressive Reinigungsmittel (sogar gegen Salzsäure).

Individuelle Farbgebungen von chromfarben, edelstahlfarben über messingfarben bis hin zu kobaltblau sind möglich.

Aluminium

Aluminium ist ein silberweisses weiches Leichtmetall mit einer Dichte von 2,699 g/cm3 und einem Schmelzpunkt von 660 Grad Celsius. Trotz relativ hoher Energiekosten bei der Erstgewinnung zeichnet sich Aluminium durch seine volle Recyclefähigkeit umweltfreundlich aus. Aluminium kann immer wieder, und zwar ohne Verlust, aufbereitet werden. Abgesehen davon spart es durch sein leichtes Gewicht während der Anwendung an Energie.

Nach der mechanischen Bearbeitung wird die Oberfläche durch das sogenannte Eloxieren geschützt. Eloxieren ist ein elektronischer Vorgang, der die Oberfläche des Aluminiums in einer bestimmten Dicke in Aluminiumoxid umwandelt. Diese silberweise Oxidschicht kann zur Erweiterung der Gestaltungsmöglichkeiten eingefärbt werden. Hierbei werden Metalle elektronisch unter Verwendung von Wechselstrom in die vorher silberweiss erzeugte Oxidschicht eingelagert. Nach der Einfärbung erfolgt ein Verdichten der Oberfläche, wodurch eine Korrosions- sowie Licht- und Wetterbeständigkeit der Färbung gewährleistet wird.

FSB hat mit der neuen Materialoberfläche AluGrau (Legierung mit Silicium und Magnesium) dem Aluminium eine härtere und belastbarere Oberfläche verpaßt. Die Festigkeit dieser Oberfläche steht der Härte von Stahl nur wenig nach. Die graue lebendige Kristallstruktur der Oberfläche signalisiert einen ästhetischen Anspruch. Der durch die Anodisierung erzielte silbrig-graue Farbton verleiht den Beschlägen ihren besonderen Charakter, die größere Härte steigert deutlich den Gebrauchswert. Schattierungen und Pigmentierungen übertragen die Materialstruktur nach außen. Das Silbergrau der Beschläge bildet einen reizvollen Kontrast zu den Türoberflächen.

Aluminium paßt sich seiner Umgebungstemperatur an, daher wird es beim Anfassen als angenehm empfunden.

Grundsätzlich bedarf Aluminium keiner Pflege. Die Eloxalschicht schützt das Aluminium. Schmutz kann mit einem feuchten weichen Tuch entfernt werden.

Zu beachten ist, dass Aluminium ein weiches Material ist auf dem sich im Laufe der Zeit Gebrauchsspuren abbilden.!